Black Forest Creeking

Von tricky, 2. März 2010 21:19

Seit Jahren schon wünschen sich die Herren Fez und Froschel endlich mal die WUTACH zu paddeln. Nachdem das bisher nie geklappt hatte und das Befahrungsverbot ab 1.März immer näher rückte, wurden die Herren immer unruhiger zumal der Pegel langsam zuckte. Jetzt oder nie ! Das ist unsere Chance. Nach 2 Tagen wilder Rundmails war es endlich soweit. Jipiee !!! Der Pegel passte, ja welcher Luxus, es war fast schon zu viel ! Die Chance musste genutzt werden.Verstärkung holten sich die Herren durch den aufstrebenden Jungpaddler Herrn Tricky ins Team.

Nach kurzweiliger Fahrt mit toller Musik und 2 Pinkelpausen standen die 3 Recken am Samstag am Einstieg Ewattingen  um noch ihre Kollegen Mme.Insolence, Hr.Da_vid und Hr.Wandeego aus der schönen Schweiz zu treffen. Der Pegel Wutach/Eberfingen stand bei 68cm, also gut Mittelwasser.

Dann gings los. Auf den ersten Kilometern  2 sehr schöne Katarakte in Kurven die ein wenig Aufmerksamkeit forderten, allerdings auch 2 hässliche Wehre die mühsam zu umtragen waren.

Vielleicht hätten wir doch auf die Tourenbeschreibung hören sollen und erst am Wehr von Achdorf einsetzen sollen…aber egal, hauptsache gepaddelt.

Auf verhältnismäßig leichtem Wildwasser gings dann weiter bis zur 4er Schlüsselstelle in der Waldschlucht und die sah wirklich gemein aus. Trickreiche Anfahrt und sehr unsauberes Unterwasser nach der Stufe. Nach langem Scouten und Beratschlagen entschlossen sich unsere beiden bis in die entferntesten Haarspitzen motivierten Nachwuchs Slalomfahrer Mme.Insolence und Hr.Da_vid die Stelle zu befahren. Kurzum, absolut souverän !

Der Rest der Truppe umtrug die Stelle über die steile und vereiste Uferböschung. Dabei probierte Hr.Tricky aus ob es möglich ist sich das Bein zwischen zwei Baumstämmen zu brechen. Möglich wäre es gewesen, eigentlich kein Problem… Ob letztendlich die Befahrung oder die Umtrage verletzungsträchtiger war, darüber war man sich nicht ganz einig.

Bis zum Ausstieg folgten noch ein paar schöne Schwälle, Walzen und kleinere Stufen.

So neigte sich der Samstag mit einer tollen Wildwassertour dann allmählich dem Ende und wurde in einer Schwarzwälder Kaschemme mit Kässpätzle, Bier und sonstigen Leckereien beendet.

Die WUTACH sollte ja eigentlich das Ziel der Paddelträume von Hr.Fez und Hr.Froschel sein. Am Sonntag zeigte uns der Schwarzwald aber mit der OBEREN ALB dass er noch eine Schippe drauflegen kann.

Kurz um, die ALB ist ein Traum ! ….BLACK FOREST CREEKING….

Morgens sah der Start an der Brücke Niedermühle noch recht unspektakulär aus. Ein kleiner Wiesenbach in der Sonne, der aber kurz darauf sein wahres Gesicht zeigen sollte.

Die Farbmarkierung an der Brücke Tiefenstein deutete uns Mindestwasser für den oberen Abschnitt. Der Vergleichspegel Wiese/Zell stand auf 87cm.

Nachdem unser Schweizer Freund gestern wieder nachhause gefahren war, stieß an diesem Morgen Hr.Honcho als Verstärkung hinzu. Wieder in voller Stärke starteten wir in den Tag.

Die Schwierigkeiten ließen nicht lange auf sich warten. Kleine, enge und verwinkelte Katarakte reihten sich aneinander und endeten meist in kleinen Pools in denen wir uns wieder sammeln konnten. Die Katarakte selbst ließen kaum Zeit zum Ausruhen, schnelle Richtungswechsel und das Treffen kleinster Kehrwässer war gefordert.

Da die Alb sehr eng, verwinkelt und stark mit Holz verlegt ist, muss viel besichtigt werden. Schweißtreibende Umtragungen an der steilen Uferböschung durch kniehohen Schnee waren notwendig und die Kälte in der Schlucht machte es uns nicht einfacher.

Die ALB ist aber so ein genialer Bach, daß uns auch diese Anstrengungen den Spaß nicht verderben konnten. Bei uns allen hatte man den Eindruck …. denen muss man das Grinsen aus dem Gesicht herausoperieren …. Die ALB ist einfach toll !

Für die 4km bis zum Ausstieg, kurz vor dem Zufluss des Ibachs, haben wir etwa 3,5 schöne und schweisstreibende Stunden gebraucht. Die Kälte aber forderte so langsam Ihren Tribut, Gesichtszüge froren ein…

… und Mme. Insolence fragte sich, ob sie nicht besser ihre eleganten Ballettschuhe gegen ein paar warme Neoprenstiefel hätte eintauschen sollen ;O)

Bevor sich die Wege der mutigen Paddler wieder trennten, ließen wir den Tag noch einmal in einem Kaffee in St.Blasien mit Kaffee und Kuchen Revue passieren und wir waren uns einig…

…ALB, WIR KOMMEN WIEDER !!!

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