Wenn Paddler in die Röhre schauen…

Von Raphael, 2. Mai 2007 19:34

Röhre
Wenn Paddler in die Röhre schauen, muss das nicht unbedingt am Fluss selber liegen. Im vorliegenden Fall liegt und lag das einzig und allein daran, dass quer über den Fluss eine Behelfstrasse für Baufahrzeuge gebaut wurde – quick and dirty – mittels großer Röhren :-) )

Wir haben die Gunst des Brückentages genutzt und sind über den ersten Mai auf einen unserer Lieblingsflüsse, den Ticino gefahren. Der Ticino ist auf der Strecke zwischen dem Luganer See und der Mündung für seine weiten Flussauen, die tollen Kiesbänke und flotte Strömung bekannt – Röhren gehören Gott sei Dank nicht zur Tagesordnung.

Morgenstimmung…

So lieben wir ihn...

Der regenarme Winter hat auch hier Spuren hinterlassen. Der Pegel lag ca. 60 cm unter dem üblichen Pegel. Bis auf ein oder zwei Stellen konnten wir aber alles befahren, gelegentliche Grundberührungen blieben allerdings nicht aus. Vorausschauendes Fahren ist anzuraten, nicht jeder Abzweig endet am Ende auch wieder in tieferen Gewässern. Bisweilen mussten wir auch pokern… :-)

An dieser Stelle wird ziemlich viel Wasser abgeleitet, Gott sei Dank aber später wieder eingeleitet. Leider konnten wir diese Stufe dieses mal nicht fahren.

Ticino

Ansonsten begeistern uns am Ticino vor allem die Landschaft und die vielen geilen Kiesbänke mit noch viel geileren Übernachtungplätzen. Die Qual der Wahl ist groß – bei jeder Befahrung findet man wieder neue und noch bessere Plätze.

1000-star-hotel

Und hier die Facts: Die übliche Einsatzstelle liegt in oder an der Ponte Oleggio. Linksufrig finden wirs schöner, da hats auch eine kleine Bar. Bis Pavia sind es ca. 80km, bei flotter Strömung in 2,5 -3 Tagen gemütlich zu paddeln. Kurz hinter der Eisenbahnbrücke ist links der Ruderclub mit Steganlange, eine sehr gute Ausstiegsmöglichkeit. Die Autos kann man auf dem Campingplatz von Pavia sicher unterstellen.
Bei normalen Wasserständen ist der Ticino absolut auch für Anfänger mit fachkundiger Begleitung geeignet. Das Problem bzw. die Herausforderung sind vor allem Baumleichen, kräftige, z.T. verpilzte Kehrwässer und knackige Schwälle mit steinigen Prallwänden.

Eine weitere Herausforderung ist immer auch der Stau am Gotthard auf der Rückfahrt… :-)

3 Antworten für “Wenn Paddler in die Röhre schauen…”

  1. fez sagt:

    o menno ! wart ihr mit den Kindern unterwegs ?

  2. Raphael sagt:

    Nee – nur mit Erwachsenen. Ist aber für paddelerprobte Kids kein Problem.
    Unser Shuttle-Bunny war übrigens während der Tour in Canobbio auf dem “Romantica”. Top Platz!

  3. Raphael sagt:

    Ich bin Anfang Oktober die Strecke erneut gefahren und durfte, sehr zu meiner Freude, feststellen, dass die Röhren unter der Brücke entfernt wurden, und die Stelle frei passierbar ist.

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