Nicht wanderpaddeln sondern wandern und paddeln

Von fez, 9. April 2007 23:16

Winke Winke aus der Plörre

winke winke !

Aber halt, langsam – erstmal der Reihe nach !

Wir haben an Ostern vier Tage OHNE KINDER und ohne Hund zur Verfügung. Wahnsinn ! Also haben wir kurzerhand die Kindersitzbank ausgebaut, auf dem freigewordenen Platz unsere Boote verstaut und sind bei bestem Wetter in den Südschwarzwald zum “paddelwandern” gefahren.

Auf dem Plan stand: ein bisschen wandern, möglichst schöne Plätze zum Übernachten entdecken, den Herrgott einen guten Mann sein lassen, Bäche anschauen und am Schluß noch einen Tag Kajakschulung für Tati in Hüningen zu machen.

Am Freitag fuhren wir ganz relaxed ohne besonderen Vorkommnisse aus paddeltechnischer Sicht nach Freiburg und übernachten inmitten eines Wingerts auf dem Tuniberg bei Tingen, Freiburg.

Samstag lassen wir dann einiges Geld für Paddelklamotten bei Spilker liegen, brummen dann über den Schauinsland nach Bernau und was sehen unsere entzündeten Augen rechts der Straße? Der gute alte Prägfall, ha !
Tati gibt die Devise aus diese müde Plörre bis zum 40. befahren zu wollen aber erhöht dann nachdem ich Bedenken anmelde auf den 45. Für eine Befahrung wäre heute eh viel zu wenig Wasser drin…

bissi wenig Wasser

Überhaupt küren wir das Wort “Plörre” zum Wort dieses Urlaubs. Mit tschechischer Plörre prosten wir uns dann bei diesem Wahnsinns-Sonnenuntergang zu den wir Rumpsteak grillend an einem bezaubernden Übernachtungsplätzchen bei Bernau bewundern können:


Sonntag
schauen wir nach Menzenschwand, sehr nette Gegend, aber wir wollen MEHR, MEHR, MEHR von diesem wunderschönen Südschwarzwald.
Wir sind im HOTZENWALDRAUSCH !

Weiter gehts nach St. Blasien – die erschlagende Häßlichkeit dieser Stadt treibt uns jedoch sofort weiter nach Dachsberg, einen Ort den man nicht kennen muß der aber wunderschön irgendwo oberhalb von St. Blasien liegt. Hier streifen wir bei erstklassigem Sonnenschein durch moosige Wälder, entdecken ein altes Nickelbergwerk, erzeugen auf Klangsteinen von Hugo Kückelhaus atmosphärische Töne und picknicken einsamst im Sonnenschein.

Danach schauen wir uns die mittlere Albschlucht an.
Die Albschlucht ist aus paddlerischer Sicht auch bei nicht befahrbarem Minimalwasserstand sehr beeindruckend. Haushohe Felsblöcke liegen da rum und fiese Unterspülungen (die immerhin durch Steinmännchen auf den Felsen angekündigt werden) harren auf den arglosen Paddler. Ein Wahnsinns-Bach, dagegen ist die Murg eine müde Plörre ;-)

Hier die Teufelsküche, wenn ich recht informiert bin gehört dieser Abschnittt noch nicht zu der unteren sackharten Alb:

echt alpin
Leider jedoch muß ich sagen dass die Albschlucht dank versauter Gewächse aus moralischer Sicht nicht einwandfrei ist! Überhaupt ist der Hotzenwald dermaßen mit erotischer Energie aufgeladen dass es knistert !

Sauerei !


Montags
sind wir dann in Hüningen endlich selbst paddeln! Auf dem Bild ganz oben frage ich mich zum was-weiß-ich wievielten Mal wie man einen Hecksquirt wenn man oben ist kontrolliert und nicht hintenüber kippt ?

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