How to get tricked by the HWZ

Von Wooly, 29. März 2009 20:49

Tja, eigentlich sollte es ein netter Tag auf der Murg werden, bei nettem Pegel, und das erste mal für Arno & Nils, das Wetter versprach einigermaßen gut zu werden und alles schien zu passen. Bernhard war bei unserem Gespräch morgens zwar etwas derangiert, da er größere Mengen von alkoholhaltigen Getränken in Begleitung unseres guten alten Freundes Armin in Mannheim zu sich genommen hatte, mit den allseits bekannten Folgen … aber wenn die Murg läuft, was tut man da nicht alles …

Um 11 schaue ich noch einmal auf den Pegel, 90 cm Bad Rotenfels, fallend, das sieht doch super aus, die Sonne lugt auch schon manchmal aus den Wolken. Ich mache mich auf die Socken, weil ich noch tanken muss. Als ich in Gaggenau die Murg überquere, ist da doch eine Menge Wasser drin .. sieht aber vielleicht auch nur so aus.

Ich treffe die drei Herren an der vereinbarten Stelle, und wir machen uns auf Richtung Ausstieg, und auch hier beschleicht mich der Verdacht, das doch irgendwie mehr Wasser als 90 cm … aber vielleicht sieht es ja auch nur so aus. Am Ausstieg angekommen schaue ich über die Fußgängerbrücke, auch hier eine Menge Wasser … irgendwie mehr als vor zwei Wochen, aber vielleicht irre ich mich ja auch …

Forbach

Wir ziehen uns um und fahren Richtung Forbach, dort steigen wir unter der Brücke ein. Hier wird es langsam definitiv, der Sandstrand unter der Brücke ist nur noch halb so groß wie das letzte Mal, und die Murg hat richtig Druck, schon hier oben … aber es wird ja am Wehr dann abgeleitet. Bis dahin gibt es einige Wellen & Löcher, die doch um EINIGES größer sind als sonst, aber Spaß macht es, die Spielstelle kann man heute sogar links&rechts umfahren.

Was wir nicht wissen, irgend ein netter Mann hat mal kurz den Hahn aufgedreht, das wir jetzt bei ca. 35 Kubik auf das erste Wehr zusteuern. Vielleicht sollte ich das nächste mal mein Laptop mitnehmen … ;-)

HWZ

Wir umtragen das Wehr, und irgendwie scheint heute kein Wasser abgeleitet zu werden, unter der Leiter ist kaum Platz zu viert wieder einzusteigen. Arno fährt etwas vorsichtig ein, und bleibt prompt in der ersten Walze hängen, rollt aber elegant wieder hoch. Die nächsten paar Meter sind einfacher als letztes Mal, die Rutsche ist mit dem vielen Wasser besser zu fahren. Danach schwenke ich ins Kehrwasser, Arno fährt an mir vorbei und als ich das nächste Mal nach vorne sehe schwimmt er schon. Ich hetzte zusammen mit den anderen hinterher, meine Herren, der Katarakt über dem unteren Einstieg hat heute aber vieeeeeeeel mehr Druck, und ich muss selber sehen, das ich gut durchkomme. Zwei Paddler, die vor uns paddeln, sammeln Gott sei Dank Arnos Boot ein, er kommt selber rechts ans Ufer.

Nils

Arno beschließt hier aufzuhören und wahrscheinlich war das auch eine gute Entscheidung, es geht genauso munter weiter. Uns schließt sich noch ein Paddler, Peter, an, der schon die mittlere Murg gefahren ist und jetzt noch die untere “dranhängt”, sein Kollege hört ebenfalls auf.

Es geht munter mit Druck weiter und ich muss ganz schön kurbeln, aber wenn man sich an den Wasserdruck gewöhnt hat macht das richtig Spaß. Der Achterkatarakt sieht heute wirklich beindruckend aus, aber das Wasser zieht ziemlich durch. Nils allerdings lassen meine Posts im Wildwasserboard keine Ruhe, und er legt einen “Frank Ziegler Gedächnisschwimmer” hin, als er schon fast durch ist. Während er links ans Ufer krault, um nicht die Neunerstufe zu schwimmen, geht sein Boot stiften, und Peter jagt hinterher. Er wird in der Walze etwas aufgemischt und muss rollen, holt aber dann gekonnt das Boot an Land. Ich gehe erst einmal sichern, Bernhard fährt in der Anfahrt über den überonnenen Stein in der Mitte, bleibt in der Walze hängen und kentert, und fährt die Stufe upside down, nach zwei Rollversuchen ist er wieder oben.

Bernhard

Nachdem jetzt keiner mehr da ist, der mich sichern kann, und ich keine Lust habe gerade zu schwimmen umtrage ich die Neunerstufe, das Wasser ist doch ganz schön kalt. Ich warne Nils noch vor den Wellen des Elferkataraktes, dann verschluckt uns selbigster …. das ist heute wirklich gut eingeschenkt, aber alle kommen durch, und Nils bekommt langsam richtig Gefallen an der guten alten Murg.

Forbach

Die nächsten zwei Kilometer sind bei diesem Wasserstand auch um einiges interessanter als sonst, wenn auch die meisten Slalomsteine verschwunden sind. Unter dem Schrägwehr ist heute eine richtige kleine Walze, allerdings nichts was einen stoppt, danach geht es lebhaft weiter.

Kurz vor Holzmann II geht ich dann, während ich tagträume, von einer kleinen Stufe + gemeinem Stein dann auch noch baden geschickt … Supersache, Bernhard & Peter fangen den Mac wieder ein. Der Holzmann Katarakt klappt dann wieder wunderbar, auch weil die einfachere rechte Route nicht so steinig ist wie sonst … auch Nils kommt gut durch.

Die Surfwelle ist heute nicht existent, weil auch die rechtsufrige Ableitung heute trockenliegt, und die Fischtreppe ist heute richtig fluffig zu fahren.

Forbach

Auf der Brücke wartet schon Arno auf uns. Es war wahrscheinlich wirklich besser, das er nicht gefahren ist, auch weil es doch ziemlich kalt war, wir verschieben das auf etwas weniger Pegel & höhere Temperaturen.

Alles in allem war es ein Supertag mit neuem Höchstbefahrungspegel, das nächste mal dann bei 150cm … oder dann mal wieder die Mittlere, die wäre heute nämlich auch bei Minimalwasser gegangen, auch wenn es wohl etwas kratzig war … aber der Frühsommer ist ja noch lang, und es liegt noch eine Menge Schnee !!!

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