Koid is’s, …

Von C-Nutzer, 11. Januar 2009 21:41

… saukoid sogar!

Eigntlich hatten wir es schon abgehakt und unsere Entscheidung von gestern bereut. Wir wollten Samstag ins Holz und am Sonntag paddeln gehen. Samstag hatten wir top Wetter und das Holz wollte trotz einigen Grad minus sogar kurzärmlig gehackt werden, Sonntag war es kalt und hochnebelig, da kam so gar keine Lust auf Paddeln auf.

Gerade am Hadern was wir mit dem angebrochenen Nachmittag tun sollten kam plötzlich die Sonne raus. Auf die Webcam von Kelheim geschaut, dort auch Sonne, dann noch 5 Minuten vor der Kälte gedrückt und los.

Zum Einstieg

Zum Einstieg

Bis wir am Einstieg waren war es bereits halb drei und das Boot musste noch ein Stück bis an eine eisfreie Stelle getragen werden. Schön sah es aus und schön kalt war es auch. Das Autothermometer meinte minus 8,5 Grad, also nix wie auf die gegenüberliegende Donauseite in die Sonne und Flussauf.

Verhinderte Rast

Verhinderte Rast

Der gute Vorsatz Schwimmwesten zu tragen stellte sich bald (zumindest Stellenweise) als unangenehm warm heraus, dafür tauten die Finger wenigstens bald wieder auf. Große und kleine Eisschollen kreuzten unseren Weg und kollidierten mal mehr und mal weniger heftig mit unserem Boot.

Fast eisfreie Hauptströmung

Fast eisfreie Hauptströmung

Das nächste was irgendwie anders ist (bzw mit der Zeit wird), ist die Gewichtsverteilung der Paddel. Diese ändert sich zusehends zum Nachteil einer vernünftigen Sit’n Switch Technik da die Paddel immer kopflastiger werden. Dank konsequentem Leichtbau bleibt das Ganze aber im Rahmen, bei einem 700g Wildwasserpaddel hätte man aber sicher schon ein Kilo zu wuchten.

Eisbesatz gegen Leichtbau, 1:0

Eisbesatz gegen Leichtbau, 1:0

Unverschämterweise waren immer genau in der Hauptströmung die wenigsten Schollen und das macht die Sache trotz Niedrigwasser fast anstrengender als im Sommer. Aber irgendwie muss man sich für Costa Rica ja fit halten. Zusätzlich sind alle normalerweise zum Verschnaufen benutzten Kehrwässer zugefroren, also hieß es Kraft einteilen und durchziehen.

Kein Weiterkommen im ruhigen Wasser

Kein Weiterkommen im ruhigen Wasser

Vor lauter Staunen über die ungewohnt veränderte Landschaft und die neuen Gegebenheiten des Flusses waren wir aber trotzdem recht bald oben.

Kloster Weltenburg

Kloster Weltenburg

Am Wendepunkt, dem Kloster Weltenburg wurde auf ein Bier im Biergarten verzichtet (fiel nicht schwer da eh geschlossen ist) und auf dem Weg nach unten wurde es dann echt zapfig. Nebel stieg vom Wasser auf, ein leichter Ostwind gegen den wir jetzt fuhren zug die Wäreme aus Händen und Füßen.

Keine Schiffe mehr...

Keine Schiffe mehr...

Irgendwie fahre ich die Strecke im Winter fast lieber als in den doch recht betriebsamen Sommermonaten. Keine Schiffe, keine Motorzillen und nur eine Handvoll unverbesserlicher anderer Paddler.

Am Ausstieg angelangt fielen uns beim Aufladen fast die Finger ab, das Thermometer wusste warum: inzwischen waren es -13°C bei leichtem Ostwind.

Schön wars...

Schön wars...

Ein paar weitere Bilder von Winter und Sommer gibt’s bei bushpaddler

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