2 Tage im Juli

Von fez, 10. Juli 2012 21:20

Zwei Tage im Juli

Granitwunderland II

Tag1:

An der Murg wird der Schütz der Staumauer repariert, die Mittlere Murg ist bei Minimalpegel fahrbar. Im Sommer, welch ein Glück. Weisser Granit in ausgewaschenen Formen. Zuerst ganz alleine durch die Schluchtstrecke, dann hinter dem Labyrinth sieht man Menschen. 25 ° C und Sonnenschein, das Wasser ist angenehm warm.  Familien baden. Die Kinder laufen nebenher oder winken. Ein nacktes Freakpärchen  im Halbschatten neben dem Karusell. Klares Wasser fliesst eilig über braune Granitplatten, der Bach rauscht sein Lied. Wir geniessen den Tag. Wir jauchzen. Die Murg hat keinen Druck, wir auch nicht. Ich bin gelöst, ein ganz anderes paddeln als im Winter, ständig unter Strom bei mehr Wasser.

Alles fliesst.

Baumstufe

in der Schlucht

pantha rei

S

Arno, das erste Mal auf der Murg im S

Im Labyrinth

Warp2 in der Achterbahn (eigentlich Karusell)

Honcho der Schmerzfreie. Gerade noch eben von der mittleren (!) Etage runtergefallen aufs Ufer.

Claudius

Bernhard

Party in der Hesselbach

Tag 2

Nach einem wunderschönen Abend am Grill mit Blick übers Murgtal schlafen wir im Zelt. Wir gehen bei sternenklarer Nacht schlafen – nachts in der Früh dann ein Gewitter und Regen der bis zum Morgen anhält. Wie schön! Wir bauen in strömenden Regen die Zelte ab und gehe nach Forbach ins Café zum Frühstücken. Der Regen hört um elf auf. Claudius interviewt Ian welcher auf einmal wie eine Vision in Kajakklamotten, sein Boot über der Schulter am Café vorbeimaschiert. Er hat die erste Fahrt schon hinter sich. Wir fahren zur Brücke Raumünzach und schauen in den Bach – sieht gut aus! Später auf dem Bach sehen wir dass der regen eine ganze Weile gebraucht hat bis er dann im Bach ankommt. Es wird vom Charakter schon anspruchsvoller auf dem Bach, die interessanten Stellen werden schon wuchtig. Die Gerade vor dem Karusell fordert mich. Den Foto nehme ich heute nicht mit um im Schwung bleiben zu können. Arno der wegen Schulterproblemen nicht mitpaddelt fotografiert ein wenig von der Kaltenbachbrücke.

Ian

Tiefe Zufriedenheit dann Abends, dieses angenehme Gefühl des ausgepowert seins. Welch ein schönes Wochenende.

Epilog

Aus den zwei Tagen wurden 4 Tage da das nächste Wochenende auch noch Wasser bot.Das Wochenende drauf war dann aber sehr wenig Wasser, ich hatte keine Zeit zu paddeln und wurde zudem krank. Da ich aber die Murg unbedingt nochmal mit Wasser sehen wollte schleppte ich mich Samstag am frühen Abend nach Forbach. Ich wollte erkunden wie man linksufrig zum Freakhügel kommt. Mit meinem Hundchen Anuk lief ich ziemlich spät bei starker Luftfeuchtigkeit los. Der erkundete Weg führt etwas oberhalb der “Rinne mit Walze am Ende” am Ende des Labyrints zur Murg. Von dort aus versuchte ich mich am Wasser entlang durchs Unterholz bachabwärts zum Karussell durchzuschlagen. Nack kurzer Zeit war ich pitschnass, das durchklettern des Unterholzes und Urwalds dort so halbkrank wie ich war nahm mich etwas mit – aber egal, für die Murg muß man bereit sein etwas zu geben!

Ich kam dann zu einer Art Steinbruch oder “Altmurgschleife” welche mit hohen Felsen direkt am Wasser mein Uunternehmen beendete. So eierte ich zurück und nahm eine Etage höher einen Weg . Der führte mich zwar hoch oberhalb der Murg weit nach vorne aber ich kam nicht mehr runter. Dann beim entnervten zurückgehen fand ich den Abzweig und tatsächlich! ich war beim Karussell.

Pegel

Wenn ich mich als Eremit mal zurückziehe dann dort hin. Leider gibt es dort auch einen “Altmurgarm” der brackiges Wasser enthält weswegen es dort stinkt. Man müsste den entwässern, dann wärs ein Traum.Hier gibt es auch einen kleinen Seitenarm der Murg welcher um den Freakhügel führt an dessen Murgseite das Karussell ist.

Abendstille, absolut alleine:

Das Karussell rauschte schön aber mit recht wenig Wasser.

Das letzte Wasser auf der Mittleren. Blick abwärts vom Karussell. Die kleinen Blockstüfchen welche nach rechts führen liegen praktisch frei.

Am Grund die Steine,
Sie scheinen sich zu rühren
Im klaren Wasser.
Sôseki

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