Eis-Surfen

Von Raphael, 4. Januar 2009 18:41

Eigentlich hatten wir, Frank aka Fez und Raphael, uns die ganze Sache gaaaanz anders vorgestellt. Wir wollten bei strahlendem Sonnenschein entspannt auf dem Hochrhein ein bisschen paddeln, nebenbei ein paar megamäßig geile Bilder schießen, diese dem Kanumagazin verkaufen und vom Erlös entweder mit Florian nach Costa-Rica fliegen oder uns ein paar neue Spielzeuge kaufen.

Noch beim gemeinsamen Kaffee in der Kunerschen Wohnküche waren wir voller Optimismus. Die Realität holte uns dann aber auf der Autobahn in Höhe von Bad Säckingen ein – Hochnebel …. nix mit Bildern, ade Costa Rica :-(

Bereits bei der Vor-Ab-Besichtigung des sog. Koblenzer-Laufen machte sich das Fehlen der Sonne bemerkbar – es war a…kalt.

laufen

Der Koblenzer-Laufen ist die letzte verbliebene Stromschnelle am Hochrhein. Hier sieht man die Stelle von schweizerischen Ufer aus bei Niedrigwasser. Bei mehr Wasser, vor allem im Sommer, ist die Stelle mit WW2 klassiefiziert. Satte Pilze und Wirbel machen dann eine Befahrung deutlich spannender.

Aber Fez hatte seinen kompletten Kleiderschrank mit ( und an :-) ) und auch ich war mit Trockenanzug und dicker Mütze ausgrüstet. An Aufgabe war also nicht zu denken. Zumal Lydia sich mit dem standheizungsgepimpten Ducato als Shuttle-Bunny angeboten hatte – war sich am Ende noch als sehr nützlich erweisen sollte …

fez

Wir starteten also unverdrossen in Zurzach und nahmen Kurs auf Kadelburg. Kurz vor dem Koblenzer-Laufen stand, sehr zu unserer Überraschung und unserer Freude, eine wunderbare, kleine Welle am linken Ufer. Sie war perfekt! Idealerweise befindet sich auch direkt an der Welle ein Parkplatz am schweizerischen Ufer, künftig werden wir also direkt an der Welle parken – park’n play!

Es ist nix spektakuläres – bei diesen Wassertemperaturen und zum Eingewöhnen und Üben aber genial. Der Pegel lag heute bei 280 Kubikmeter am Pegel Rekingen. Rechts und links hats ein nettes Kehrwasser. Man kann auch problemlos rollen, es ist tief genug (wir habens getestet :-) )

fez1

raphael

Kurz vor Koblenz gibt es eine weitere Surfwelle auf der deutschen Seite (rechts). Mangels Auftriebskörper im Boot von Raphael und angesichts der Temperaturen haben wir allerdings von einer Befahrung abgesehen – diese ist deutlich steiler.

Kurz darauf sind wir in Waldshut in Höhe des TÜV, kurz vor der Aare-Mündung, gelandet. Mittels der Standheizung gelang es uns auch, Fez aus seinem Einspanzer zu befreien.

fez2

beide

Schön wars … :-)

4 Antworten für “Eis-Surfen”

  1. Wooly sagt:

    cool ey !!!

  2. C-Nutzer sagt:

    Ducatos mit Standheizung sind eine geile Sache, sag ich schon immer ;-) !

    Schöner Bericht!

    Schade dass es nur wegen dem Wetter mit CR nicht klappt :-(

  3. fez sagt:

    John Wozniak im Autoradio ( http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=75913784 ), Milchkaffee vom Campingkocher in der Kunerschen Wohnküche, ein skeptischer Hund, good Vibrations, Anglerlatein, Autobahnraststätte Pratteln lässt mich an Urlaubsfahrten als Kind zurückdenken, Hochnebel, pittoreske Schweiz, Atomkraftwerk, ich muß dringend pinkeln aber Raphael schaut grundsätzlich nicht in den Rückspiegel, Hochnebel, Saukälte, Biber fressen Bäume an da braucht man ja nun wirklich nicht mehr nach Kanada gehen, Nasenbluten vorm lospaddeln, yippie mein erster Meilensurf, der Laufen – wow da hats ganz schöne Löcher bzw Pilze drin da halte ich mich lieber mal fern davon, fern halte ich mich auch von der echt großen Surfwelle später, ankommen, Lydia wartet mit dem warmen Auto, meine Schnallen sind eingefroren ich bin in der Schwimmweste gefangen!, auftauen, zurückfahren, teures Gas in Pratteln, Hungerast – Rettung durch Käsebrot bei Kuners, Emilia abholen, ruhige Heimfahrt. Danke!

  4. Raphael sagt:

    Um allen Gerüchten vorzubeugen … wir haben weder die Gasrechnung nicht bezahlt, noch sind wir im Clinch mit der Gasprom :-) Uns ist lediglich just am Samstag das Flaschengas ausgegangen … aber für was hat man den Keller voller Camping-Equipment.

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