Türkei 2012

Von fez, 30. Juni 2012 22:47
Paddeln im Taurus / Türkei



Arno , Bernhard und ich waren Ende Mai Anfang Juni zum Paddeln im Taurus / Türkei. Wir waren dort mit Christop Scheuermann respektive Scheuer der diese Tour und und andere im “Wilden Osten” auf seiner homepage www.toros-outdoors.de anbietet.
Ein paar Worte zu Christoph: Scheuer ist ein unwahrscheinlich netter und lockerer Typ, wenn ich ihn mit einem Wort charakterisieren sollte dann wäre das : begeisterungsfähig. Er sprüht vor Begeisterung nicht nur für unseren Sport, sondern scheinbar für alles. Kommunikation ist sein Leben, er erzählt die wildesten Geschichten, kaum hat man ihn kennengelernt diskutiert man schon mit Begeisterung über irgendwelche Themen mit ihm. Das hat mir sehr gefallen. Er brennt und Langeweile hat man keine mit ihm.
Ein paar Worte zu Tour: mit einem Wort : unprätentiös. Scheuer hält es einfach und das macht Laune. Die Reise / Kurs hat meist mehr den Charakter einer Paddelei mit guten Kumpeln, und einer davon kennt sich halt etwas besser aus in der Gegend und paddelt eben um Welten besser. Ansonsten ist jeder verantwortlich, keine geführte Tour a la Der-Guide-paddelt-vor-und-du schaust-halt-dass-du hinterherkommst.
Christoph hatte Unterstützung in orgatechnischer Hinsicht von seiner Freundin Salome und Begleiterin auf Ihrer mehrmonatigen Paddelreise welche die Beiden über Griechenland und die Türkei noch bis nach Georgien und womöglich noch weiter (?) führen wird. Auf dem Bach wird Christoph unterstützt von seinem Freund Gregor. Auch er ein sehr liebenswerter und unkomplizierter Mensch mit dem wir viel Spass hatten.

Gregor. Bild Bernhard Bader.

Auf dem Bach haben die beiden das super im Griff, eh hatten wir oft mehr als nur paddeln, die Fahrt hatte aber schon Kurs-Charakter: Taktik, Führung, Paddeltechnik, Sicherheit – immer mal wieder wurden hier von den beiden “Lektionen” eingelegt, das hat mir auch prima gefallen und ich habe sehr viel mitgenommen.
Ein paar Worte zur Türkei und zum Taurus:
Während Europa unter der Schuldenkrise ächzt boomt die Türkei – zumindest in den Ballungsgebieten. Wikipedia nennt es as einen neuen Wirtschaftsriesen am Scharnier zwischen Europa, Asien und Afrika. Wer nicht hinter dem Mond lebt weiß um die Probleme und Konfliktpunkte der Türkei. Aber vor Ort hat man echt das Gefühl dieser Riese ist hungrig. Ich war das letzte Mal vor mehr als 20 Jahren in der Türkei – doch wenn ich das heute sehe (wenn auch nur den kleinen Ausschnitt ) und mit damals vergleiche, dann muß ich sagen: hui, hier geht echt was ! Die Unterschiede der touristisch geprägten Küsten (und touristisch geprägt ist fast noch untertrieben…) zu den ländlichen Gegenden sind aber gewaltig. Im hinterletzten Dorf funktionieren zwar noch die Handys aber ansonsten scheint die Zeit dort stehen geblieben zu sein. Bezaubernd fand ich auch die Leute. Immer zu einem Schwätzchen aufgelegt.
Die Türkei ist zwar nicht besonders lang in Nord-Süd-Richtung, grade mal ca. 600 km an der breitesten Stelle, aber ziemlich breit. Mehr 1800 km trennen Istanbul von den östlichsten Städen Anatoliens. Die Landschaftsformen der Türkei sind dabei extrem unterscheidlich und sehr spannend. Ich bin faul und erlaube mir nochmal Wikipedia zu zitieren: Die Gebirgsketten des Taurus beginnen als Zweitausender beim Mittelmeer und drehen dann nach Nordosten bis fast zum Schwarzen Meer und in Richtung Armenien. Dabei teilen sie sich in Parallelketten und reichen stellenweise an die 4000 Meter heran. Die Gebirge setzen sich in einem riesigen Bogen über die Südost-Türkei und tausende Kilometer in das persische Elbrus bzw. Zagros-Gebirge und den Hindukusch fort.
Man sieht, das ganze Ding ist gigantisch. Wir staunen uns oft die Nase am Transit-Bus platt, überraschend ändern sich die Landschaftsstrukturen manchmal komplett nachdem man stundenlang über einen Pass gefahren ist. Immer wieder bin ich begeistert von der Weite und Großzügigkeit der Landschaft.

Wir passieren die Scherzgrenze. Haben wir gelacht. Bild Frank Ziegler.

Anreisetag:
Scheuer holt uns abends vom Flughafen in Antalya ab. Vor der Tür steht sein malträtierter VW-Bus der schon einige Strassenkilometer gesehen hat und extra-kernig klingt. Hier lernen wir auch gleich Salome, Scheuers Freundin kennen. Es regnet und hat auch die letzten Tage schon geregnet. Vollkommen außergewöhnliches Wetter für diese Gegend , was mit dem vielen Schnee dank des harten Winters zu sehr hohen Wasserständen führt. Zu hoch für eine der eigentlich projektierten (und erträumten) Alara-Schluchten.
Scheuer reicht uns nachdem unsere sackeschweren Boote auf dem Dachgepäckträger verstaut sind erstmal ein Bier, dann zwängen wir uns ins Heckabteil des Busses und wir fahren zu unserer Pension in der Altstadt von Alara. Die Pension ist klasse, wer mal dort hin kommt: www.ozmenpension.com
Dort lernen wir Abends beim Essen auf der tollen Dachterasse noch Klaus, einen ruhigen Mitpaddler und am nächsten Morgen Gregor kennen.
1. Paddeltag: Cöpry Cayi
Nachdem wir Mehmed-Ali unseren Fahrer mit einem Ford Transit getroffen und alle Boote auf dem Dachgepäckträger verstaut haben holen wir Johannes, einen weiteren Mitpaddler, vom Flughafen ab und dann gehts zum paddeln an den Cöpri Cayi, der näheste Bach zu Antalya, in ca. 1,5 h zu erreichen. Er ist richtig gut gefüllt wie uns das Scheuer auch schon gesagt hat. Wir paddeln mittags die Standartstrecke. Die “Minus-Rapids” sind die letzten 500 m oberhalb des Standartabschnitts. Der Cöpry Cayi hat richtig viel Wasser, es kommt aus jeder Felsspalte hier beim Blick auf die Schlucht. An einer Stelle kommt ein richtiger Bach direkt aus einer Höhle, echt unglaublich.

Minus Rapids oberhalb des regulären Rafteinstiegs, Cöpry Cayi . Man beachte das Wasser das von links massig aus dem Fels kommt. Bild Bernhard Bader.

Wuchtig aber spassig, Angst haben braucht man hier nirgends.

Bernhard im Einstiegskatarakt. Bild Klaus Geiermann.

Im unteren Teil des Cöpry Cayi stand diese super Surfwelle die aber schwierig zu paddeln war, zumindest für mich. Das Ding war irgendwie so unruhig…

Scheuer surft. Bild Bernhard Bader.

Ja ja, wir wissens ja. Bild Bernhard Bader.

Echt starke Surfwelle. Bild Bernhard Bader.

Scheuer. Bild Bernhard Bader.

Bernhard surft auch ziemlich hüsch rum. Als ich dann den Foto übernehme klappt es aber irgendwie nicht mehr.
Kann mich einmal eine halbe Sekunde halten... Bild Bernhard BaderKann mich einmal eine halbe Sekunde halten… Bild Bernhard Bader.

Arno hat auch nicht mehr Glück. Bild Bernhard Bader.

Diese Burschen sind keine Weicheier wie wir und treten dem Fluss männlich gegenüber. Fischen tun sie, harter Job.

Obwohl wir eigentlich vorhatten den ersten Tag ganz relaxt anzugehen um Kräfte zu sparen für die nächsten Paddeltage “nur ein bisschen einpaddeln” – haben wir uns hier völlig verausgabt. Ich beschliesse den Paddeltag gleich mit einem sakrische Muskelkater. Haha.
Salome holt an diesem Tag noch abends Bernhard II am Fluhafen ab, sie treffen dann beim Forellenwirt zum Rest. Der Forellenwirt ist ein Erlebnis. Er brät die Forellen in Weinblättern – die Weinblätter verbinden sich mit der Haut der Forellen zu einen extrem schmackhaften Kruste, wir sitzen lange, so ein netter Abend!

Forellenessen am Cöpri Cayi. Unwahrscheinlich lecker. Bild Frank Ziegler.

Übernachtet wird bei einer Raftbasis dessen Eigentümer Christoph schon lange kennt, seit seiner Tour per Autostop mit dem Klepper Faltboot zum paddeln in der Türkei – aber das ist eine andere Geschichte…
Frühstück vorm Gummiboot-Lager. Bild Frank Ziegler.

Frühstück an der Raftbasis wo wir im Schuppen bzw davor geschlafen haben. Bild Frank Ziegler

2. Paddeltag: Karpuz Cayi
Am Karpuz Cayi den wir am nächsten Tag nach einer Fahrt von vielleicht 1,5 h paddeln ist es heiss wie Sau, der Bach plätschert wunderhübsch, überall blüht Orleander. Sehr schönes relaxtes Bächlein.

Am Start des Karpus Cayi. Bild Klaus Geiermann.

Hübsches Bächlein. Und schön warm wars! Bild Bernhard Bader.

Sehr schönes Bächlein. Und warm wars auch, das Wetter. Bild Bernhard Bader.

Immer wieder kleine Surfwellchen. Bild Bernhard Bader.

Bild Bernhard Bader

Bild Bernhard Bader

Oleander allerorten. So schön dort. Bild Klaus Geiermann.

Viele schöne Surfwellchen machen Laune auf dem Oleanderbach. Bild Frank Ziegler

macht Laune der Oleanderbach. Bild Frank Ziegler

Arno irgendwo auf dem Karpus Cayi. Bild Klaus Geiermann.

Als wir an der Ausstiegsstelle ankommen duftet es ganz unwahrscheinlich nach Kräutern. Ein wunderschönes Plätzchen. Christoph offenbart uns dass unsere Ausstiegsstelle auch gleich der Schlafplatz ist. Ali kommt wenig später mit dem Bus und einigen kühlen Fläschchchen Bier. Ich koche eine wilde Spaghetti-Gemüse-Mischung. Das Leben ist gut.
Super Zeltplatz auf der “Hochebene”. Bild Frank Ziegler
3. Paddeltag: Kargi Cayi
Nachdem wir an Übernachtungsplatz gefrühstückt, die rituelle Waschung im Orleandergumpen durchgeführt haben kann die nächste Fahrt beginnen. Wir fahren ein langes und tropisch-grünes Tal ewig lang hoch bis zum Einstieg des Kargi Cayi. Unterwegs als wir an einer Baustelle, wo die Strasse abgegangen ist, warten müssen bis der Bagger weg ist, lernen wir den Bürgermeister des nächsten Kaffs kennen der ganz begeistert von seiner Reise ins Straßburger Parlament mit irgendeiner Bürgermeistervereinigung berichtet. Ich weiß nicht so ganz ob man dem glauben kann, auf jeden Fall hat er uns dann noch eine Handvoll Orangen da gelassen.

Ali-Mehmet an der Quelle, das Wasser ist gut. Für die Ewigkeit abgestellter Bus. Bild Frank Ziegler.

Man nimmt nicht viel Notiz von uns obwohl da bestimmt nicht dauernd Gruppen von Paddlern ankommen.

Bauernhaus am Einstieg des Kargi Cayi. Bild Klaus Geiermann.

Der Kargi Cayi wird von Ahorn überdacht, es ist unglaublich unter diesen Bäumen zu paddeln, so eine schöne Atmosphäre.

Rumgesurfe am Kargi Cayi. Bild Klaus Geiermann.

Irgendwo auf dem Kargi Cayi. Bild Klaus Geiermann.

Salome paddelt als erste die Kernstelle. Respekt! Bild Klaus Geiermann.

Arno in der Kernstelle. Ganz fluffig. Bild Klaus Geiermann.

Arno in der Kernstelle. Bild Klaus Geiermann.

Bernhard Kernstelle. Bild Klaus Geiermann.

Frank Einfahrt Kernstelle. Bild Klaus Geiermann.

und nochmal. Bild Klaus Geiermann.

Das ist wieder eine sehr interessante Stelle.

Der Schlitz von oben. Bild Klaus Geiermann.
schief abgetaucht. Bild Klaus Geiermann.
gerade abgetaucht und rausgeschossen. Bild Klaus Geiermann.

Scheuer booft. Bild Bernhard Bader.
Gregor booft. Bild Bernhard Bader.
Johannes hat Spass. Bild Klaus Geiermann.
Nach dem Kargy Cayi fahren wir ca. 2,5 – 3 Stunden zum Ucansu-Lager. Wir kommen in der Dunkelheit an, hungrig wie die Wölfe und gehen erstmal in das kleine urige Lokal was essen. Es ist relativ kalt, die Alara ist recht weit inden Bergen drin. Wir warten stundenlang auf was zu essen da der Wirt nicht vorbereitet war, macht aber nichts da es auch Bier und Salat gibt. So essen wir eine Salat nach dem anderen und lassen es uns gut gehen. Der Wasserfall vor der Türe rauscht wie die Hölle. Wir schlafen in den Baumhäusern. Die Alara und der Wasserfall rauschen dass es eine wahre Pracht ist.
Morgends im Camp Alara bin ich früh wach , die Szenerie ist unglaublich.

Klarer blauer Fluss & berückender Platz - was will man mehr ? Bild Frank Ziegler

Ein bezauberndes Elfenlager an der Alara. Bild Frank Ziegler.

Massig Wasser wo sonst nur ein Rinnsal ist. Bild Frank Ziegler.

Alara Start der Quelltopfstrecke. Bild Frank Ziegler.

Bild Frank Ziegler

4. Paddeltag: Es wird ein laanger Tag mit zwei Bächen werden:
Morgens Köprülü Dere paddeln.
Klaus, Bernhard und ich paddeln mit Christop und Gregor einen kleine Zufluss der Alara. Am Einstieg müssen Scheuer und Ali erstmal die Polizei welche auf einmal aufgetaucht ist überzeugen uns paddeln zu lassen. Wir haben kein Dokument der Bezirksverwaltung oder wem auch immer dabei das uns das paddeln hier erlaubt – die Polizisten haben Angst wenn uns etwas passiert haben sie den Ärger an der Backe. Aber schliesslich kann Christoph gemeinsam mit Ali-Mehmet die drei überzeugen dass er ein Paddellehrer mit Diplom und allem was dazu gehört sei und er das ganze völlig im Griff hat. Gut, wir paddeln los.
Der Bach hat zwar keinen großen Wasserdruck aber an einigen Stellen schon recht gut Gefälle.
Die erste schwierige Stelle wollen wir ohne Besichtigung fahren, da Christoph und Gregor den Bach ein paar Tage vorher gepaddelt waren und diese Stelle da nicht auffiel. Die Stelle stellt sich dann als schwierigste des ganzen Baches raus, hätte ich sie besichtig hätte ich sie mit Sicherheit umtragen. Recht wenig Wasser dafür aber geht es ziemlich blöde praktisch rechtwinklig durch einen engen unsauberen kurzen Katarakt. Ich lege gleich eine recht ruppigen Kopfunter-Fahrt durch den Katarkt hin, als ich endlich aussteigen kann bin ich aber gleich draussen. Ich bin ziemlich entmutigt und möchte eigentlich aufgeben da ich denke – wenn der Bach in dem Stil pausenlos weitergeht dann habe ich darauf nichts verloren. Aber Scheuer überredet mich es doch noch ein Weilchen dran zu bleiben, und das war eine gute Entscheidung. Die Stelle war mit Abstand die unangenehmste. Es kommen zwar noch viele andere fordernde und für uns drei schwere Stellen, aber tatsächlich keine so vertrackte Stelle mehr.
Ein klasse Bach, mit ein Höhepunkt der Reise!

“Drop-üb-Katarakt” ;-) Bild Klaus Geiermann

Bernhard in Pinball, Bild Klaus Geiermann
“Pinball” finde ich recht anspruchsvoll da die Linie durch manchmal nur wenig überronnene Felsen schwer zu halten ist und am Schluß hinter dem großen Felsen den man bachaufwärts rechts sieht eine starke Strömung rüber drückt auf welche man draufboofen muss. Ich habe den Vorteil auf meiner guten Seite bleiben zu können und es klappt prima.
Bild Klaus Geiermann
Bild Klaus Geiermann
Bild Klaus Geiermann
Bild Klaus Geiermann
Klaus. Bild Christoph Scheuermann.
Klaus auf dem Köprülü . Bild Christoph Scheuermann (?)
Als wir am Ausstieg ankommen bin ich zwar ziemlich platt, auch weil ich ziemlich gefordert war – aber das war nur der erste Teil des Tages denn wir gehen alle gemeinsam auf die Quelltopfstrecke der Alara.
Mittags: Alara Quelltopfstrecke paddeln:
Die Alara hat wie gesagt sehr viel Wasser, deshalb geht für uns nur die Quelltopfstrecke mit einer Umtrage. Die Alara ist super wuchtig und schnell. Ein großer Spass. Es gibt zwei oder drei Schwimms aber Christoph und Gregor haben alles prima im Griff und die Leute schnell draussen. Bei der Umtrage klettern wir auf den großen Felsen welcher dort steht um von oben aus vielleicht 30 m Höhe Bilder von Christoph zu machen der die Stelle nochmal paddeln möchte wie einige Tage zuvor. Er umträgt dann aber doch. Umsonst hochgeklettert. Leider habe ich keine Bilder dieses Wuchtwasser-Nachmittags.
Dieser Tag bot mit den zwei extrem unterschiedlichen Bächen bzw. Flüssen wirklich alles was das Paddlerherz begehrt.
5. Tag Ruhetag Fahrt zum Gevne
So langsam bin ich echt platt und es kommt wahrlich nicht ungelegen dass heute mit der langen Fahrt über eine für Christoph noch unbekannte Passstrecke ein paddelfreier Tag eingelgt wird.
Am Einstieg des Kargi Cayi waren einige junge Türken welche Christoph interviewt hatte ob der Pass der in der Karte verzeichnet war auch befahrbar wäre. einer der Jungs kam von einem dorf dort oben und hatte gesagt dass es ginge. Es ging auch und war echt eine tolle Fahrt, eine richtige kleine Expedition. Ali-Mehmet hat seinen Teransit-Bus völlig ungerührt da hoch geprügelt.

Noch nicht allzu weit weg vom Alara-Camp. Bild Frank Ziegler

Neben der einsamen Tankstelle. Bild Frank ziegler

Dorf auf der anderen Seite der Alara-Schlucht. Bild Frank Ziegler

Bild Bernhard Bader.

Kleiner Ort, wir kaufen Ayran und Pluderhosen und fragen nach dem Weg. Bild Bernhard Bader.

Bild Bernhard Bader.

Der Ortsladen mit breitem Pluderhosen-Angebot.

Expeditionsfeeling. Bild Frank Ziegler

Warum hier oben im Niemandsland in so kurzen Abstand 2 Moscheen gebaut wurden ist nicht ganz klar. Bild Frank Ziegler

Strenge Landschaft auf der Passhöhe. Bild Frank Ziegler

Passhöhe. Bild Frank Ziegler

Als wir über den Pass sind und uns dem Tal des Gevne nähern finden wir dieses Truckerlokal. Beim vorbeifahren denke ich noch, wow sieht toll aus der Laden! Der Chef hatte sich eine Art zweistöckige Veranda mit je drei “Flachsitzen” gebaut, das sind die  türkische Freisitze, etwas erhoben über dem Erdboden, ca. 1 m , darauf flache Bänke um mit untergeschlagenen Beinen drauf zu sitzen, oben drüber ein Dach. Fast jedes Wohnhaus hier in der Gegend hat so einen Flachsitz. Mittags sitzen dann die Frauen draussen und haben manchmal Tücher seitlich aufgespannt, und trinken Tee. Sehr schöne Sache das, leider habe ich keine Bilder davon gemacht. Auf jeden Fall hatte das Lokal diese überdachten Veranden. Unser Hunger war groß, was Christoph seltsamerweise nie verstand, der Mann lebt scheinbar ohne zu essen! Nachdem wir ein Stück weiter gefahren waren regte ich an doch umzukehren und zu schauen ob wir dort bei der Truckerkneipe nicht etwas zu essen bekämen. So wars dann auch und was für Essen! Frisch gebackenes Fladenbrot, frisch gebackene Pide mit eigenem Schafskäse, selbst gemachte Butter, selbst gemachten Käse. Ein kulinarischer Höhepunkt der Reise!!
Bestes Truckerlokal des Taurus. Bild Frank Ziegler

Der Chefkoch bzw. Bäcker. Bild Bernhard Bader.

Gregor und Bernhard. Bild Frank Ziegler

Arno im Truckerlokal

Arno im Truckerlokal.Bild Frank Ziegler

Nicht zu beschreiben wie fein das hier war. Bild Frank Ziegler

Wir kommen abends in unserem Lager am Gevene an, ein unbeschreiblicher Platz, ich wähne mich in Californien. 30 m tiefer brummt der Gevne durch der auch ganz gut gefüllt ist.
Die Nacht wird relativ kalt da wir hier richtig in den Bergen sind. Mein dünnes Sommerschlafsäckchen ist mir in dieser Nacht zu kalt.
Kalifornienfeeling. Bild Frank Ziegler.
6. Tag (5. Paddeltag): Gevne Lager bis Wasserfall
Heute paddeln wir den oberen leichtern Teil des Gevne, von unserem Lager bis zu Beginn der Schlucht und dem Wasserfall. ein wunderschöner Bachabschnitt, nichts aufregendes aber sehr schön. Der Gevne hat wieder eine ganz anderen Charakter als die vorherigen Bäche. Recht wuchtig in karger Gebirgslandschaft. Ich komme allerdings nicht so richtig in Schwung heute.

Wasserfall am Ende der oberen leichten Gevnestrecke. Bild Klaus Geiermann.

Gemeinschaftliches Aufladen mit Scheuer. Einer trage des anderen Last steht schon in der Bibel. Bild Klaus Geiermann.

Salome schneidet Scheuer die Haare, Ali scheint skeptisch. Bild Bernhard Bader

Relaxen im Lager unweit des Gevne. Bild Klaus Geiermann.

6. Paddeltag : Ein weiterer Höhepunkt, die Gevneschlucht.
Den ersten schweren Teil ab dem Wasserfall paddeln Christoph und Gregor alleine. Dann gehts gemeinsam weiter. Die Gevneschlucht ist großartig, immer wieder gibt es tolle wuchtige Stellen. Wirklich ein Erlebnis.

Fiese Sinterüberwachsung der Aussenkurve. Bild Klaus Geiermann.

Felsentor und Sinterhöhlen. Bild Klaus Geiermann

Die Gevneschlucht weiß zu begeistern. Bild Salome (?)

Kernstelle der Gevneschlucht. Bild Salome (?)

Nach der Umtrage. Bild Salome (?)

Klasse Wasserstand. Am Ende (?) der Schlucht. Bild Salome (?)

Bild Salome.

Bild Salome (?)

Schluchtstrecke Bild Salome (?)

Am Ende der Strecke schwimme ich noch da ich so halb aus den Gurten rausrutsche. Nach zwei erfolglosen Rollveruschen steige ich aus, schaffe es aber noch irgendwie mir beim Aussteigen den großen Zeh saublöd zu verstauchen da ich glaub ich die Gurte nicht öffne und mich so rauswinde. Aber so wirklich klar ist mir nicht wie ich das geschafft habe. Auf jeden Fall ist am nächsten Tag der linke große Fußzeh heftig geschwollen und blau angelaufen.

Überall in der Türkei wird heftig gebaut und natürlich auch Staudämme ohne Ende. Auch die Gevneschluch wird in Zukunft in einem Stausee untergehen. Also hinfahren und noch paddeln solange es noch geht…

Kraftwerksbau. Bild Klaus Geiermann.

Bald ist auch die Gevneschlucht Geschichte. Bild Klaus Geiermann.

7. Tag. Wir fahren die lange Strecke von Mahmutlar nach Alanya zurück über einen wahrlich beeindruckenden Pass.

Wir fahren den Pass hoch, ewig lang, irgendwann geht es durch einen Tunnel und als wir aus dem Tunnel rauskommen müssen wir erstmal tief durchatmen. Rechts gehts ungebremst bestimmt 400 Hm runter, die Straße hat kein Geländer oder sowas. Beinduckend ist untertrieben! Es ist wie wenn man mit dem Transit auf einem Klettersteig unterwegs wäre. Gaanz tief unten und weite hinten sieht man einen Stausee. Ein Ausblick wie aus dem Flugzeug.

Die Passtraße sieht man oben links durch die Felswand gehen. Bild Klaus Geiermann.

weite oben, Blick in die Süd- Ausläufer des Taurus nicht mehr allzuweit weg von Alanya der Touristenhochburg. Bild Klaus Geiermann.

Bernhard II und Johannes fliegen heute zurück, wir bringen sie abends an den Flughafen und fahren in der Nacht noch zu unserem Camp am Cöprü Cayi.

8. Tag: nochmal Cöprpü Cayi

Leider kann ich heute nicht mit paddeln, mein Zeh ist fett rot und blau angeschwollen.

Chritstop, Gregor, Bernhard, Arno und Klaus geniessen noch einmal einen Tag aufdem Cöprü bei nun viel weniger Wasser als am ersten Tag.

Nochmal die ganz große Kulisse. Bild Frank Ziegler

Eine wunderbare Paddelreise mit Freunden, bestimmt nicht die letzte mit Scheuer – nächstes Jahr Griechenland ist fest eingeplant.

Eine Antwort für “Türkei 2012”

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