Keine Befahrung der Unteren Wutach

Von fez, 19. Februar 2007 23:21

Samstag-Abend. Arno und Bernhard sitzen in meiner Küche und wir versuchen zu ergründen ob es sich wohl lohnen könnte kurz vor der Sperrung ab 31.2. die 200 km an die Wutach zu fahren. Schon Anfang der Woche hatten wir, Raff, Froschel, Arno und Fez uns für die Untere Wutach verabredet.

Die Wasserstände waren am Montag noch traumhaft, es regnete in Strömen. Dienstag auch Regen, allerdings bloss noch ein wenig Geniesel. Aber ab Mittwoch gabs nur noch Sonnenschein und der Traum-Wasserstand an der Wutach ging rasant in den Keller. Tollerweise war auch der Server der HVZ mal wieder abgekackt und die 2 Telefonpegel der Wutach, Ewattingen und Eberfingen, boten zwar Informationen über irgendeinen Pegelstand aber nicht über dessen Aktualität. Etliche Flaschen Tannenzäpfle sowie Anrufe bei diversen Pegeln später schälte sich aber so langsam heraus dass es wohl mit der Wutach nichts werden würde.

Große Enz am Start

Wir (oder besser gesagt Bernhard und ich…) beschlossen dann kurz vor Eins morgen auf die Untere Murg zu gehen. Die auf der Hand liegenden Risiken dieser Unternehmung mit unserem OC-Rookie Arno übergingen wir des Nachts großzügig. Alles Schwierige umträgst Du einfach ! Das ist kein Problem für Dich Arno!

Frauen haben ja bekanntlicherweise ein viel feineres Gespür für Stimmungen und Gefühle als wir Holzklötze von Männern, und meine Göttergattin meinte dann auch am nächsten Tag dass Arno ziemlich belämmert geschaut habe und wahrscheinlich eine unruhige Nacht hinter sich hatte. Sorry dafür Arno !
Am nächsten Morgen um 9 Uhr wurde uns die Entscheidung aber durch äußerst kryptische Angaben des Telefonpegels Forbach abgenommen. Dafür aber schien die Große Enz überraschender Weise noch genügend Wasser zu haben !
Das stimmte auch und – die Große Enz war GENAU das richtige für Arno. Wir stiegen wie immer ein bei meinem Lieblingstälchen oberhalb der Kälbermühle. Arno fuhr super in seinem Outrage – vor allem in Anbetracht seiner praktisch nicht vorhandenen Paddelroutine.

 

Am ende des Einstiegstälchens

 

Die Sonne schien zwar, und unser Vesper in der Sonne war ein Genuß – aber im Schatten war noch Frost. Deshalb war es uns nach ca. 3 h als wir dann im Kurpark ankamen tüchtig kalt. Ich hatte wegen eines kurzen Schwimmers vor allem kalte Füße. Auf einen Flachstück war ich, Arno beobachtetend ob bei ihm alles klappt, über einen flachen Stein “gestolpert” und hatte mit Boot am Unterleib so eine Art Purzelbaum über meine Offside gemacht und mußte in dem recht flachen Wasser austeigen.

Bernhard der dieses Kunststück beobachten konnte war begeistert :-) ).

 

Der Spazierweg im Kurpark war leider voll mit Leuten was es einfach schwer macht dieses nette Stückchen leichtes Wildwasser so richtig zu geniessen. Für die Leute dagegen ist das natürlich ein Erlebnis den Paddlern aus nächster Nähe zuschauen zu können. Wenigstens mußte ich nicht mehr vor versammelter Mannschaft schwimmen und Kanu ausleeren wie noch letztes Jahr als ich mich hier des öfteren zum Gespött der Kurparkbesucher gemacht hatte. Im Vertrauen: ich habe diese ganze Show letztes Jahr nur gemacht weil mir die Kurverwaltung dafür ein erkleckliches Honorar zukommen liess.

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