Salza — Altweibersommer in der Steiermark

Von tricky, 28. September 2010 20:32

Die Salza hatte mich schon lange interessiert. Als Alternative zur Soca, weniger Paddler, nicht so kommerziell, den Fluss für mich allein…ob es das gibt ?

Die steirische Salza

So machten Britta und ich uns auf den Weg in die Steiermark. Das Faltrad im Kofferraum zum Umsetzen und guter Laune, da der Wetterbericht für diese Woche tollsten Sonnenschein vorraussagte.

Unterkunft hatten wir in einer Ferienwohnung in Hinterwildalpen gefunden. Angenehm zu dieser Jahreszeit, da die Nächte doch schon recht kalt wurden. Nach dem Paddeln eine heiße Dusche, einen Kachelofen zum Aufwärmen und ein gemütliches Bett zum Regenerieren für den nächsten Paddeltag. Was will man mehr ?

Hinterwildalpen

Hinterwildalpen

Am nächsten Tag machten wir uns an die Erkundung der ersten Strecke, des Klaus-Grabens. Da es die letzen Tagen geregnet hatte stand der Pegel auf knapp Mittelwasser, genug für den Klausgraben.

Das Umsetzen brachte mit dem Faltrad schon die erste sportlichen Herausforderung, da die Straße einige Höhenmeter überwindet. Anstrengend, aber machbar.

Einstieg Klaus-Graben

Klaus-Graben

Klaus-Graben

Der Klaus-Graben ist wildwassertechnisch leicht zu fahren WW1-2, aber unwahrscheinlich schön, in einer völlig einsamen und ausgesetzten Schlucht.

Etwas aufpassen sollte man aber trotzdem an den Schlucht- und Prallwänden. Das weiche Konglomeratgestein bildet fast überall sehr tiefe Unterspülungen. Diese sind typisch für die gesamte Salza.

Gestärkt vom leckeren Essen im Dorfgasthof “Krug” und gut ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Tag an die Standardstrecke Wildalpen nach Erzhalden. 16km WW2-3+.

Slalomstrecke in Wildalpen

Wildalpen-Erzhalden

Katarakt auf der Strecke

Hier lernten wir Frank alias rollmops ;O) , Martin und Steffen aus Köln und Göttingen kennen. Mit Ihnen verbrachten wir die beiden nächsten Paddeltage.

Am nächsten Tag war die Palfauer-Schlucht angesagt. Etwas schwieriger als die Standdardstrecke aber auch ungleich schöner und geheimnisvoller durch den dunklen und moosigen Schluchtcharakter.

Palfauer Schlucht

Der "Sprudelkasten"

Der “Sprudelkasten” ist ein völlig unscheinbarer Schwal, mit einem unglaublichen Strudel in Auslauf. Wie Britta am eigenen Leib erfuhr ist er in der Lage ein ganzes Boot abzusaugen. Muss man gesehn haben, sonst kann man sich das nicht vorstellen !

Bemooste und tief unterspülte Schluchtwände

Palfauer Schlucht

Durch das schöne Spätsommerwetter sank der Pegel im Laufe der Woche immer weiter, sodass wir alle Pegelstände 165-145cm Pegel Salza/Wildalpen, also zwischen Mittelwasser und Niedrigwasser, erlebten.

Wir paddelten mit Frank, Martin und Steffen auch nochmal die Standardstrecke Wildalpen-Erzhalden, die dann zwar weniger Wasserdruck hatte, aber wesentlich technischer wurde. Auf den Katarakten gab es immer weniger Durchfahrtsmöglichkeiten.

Lawinenschwall

Lawinenschwall

Lawinenschwall

Eine weitere sehr lustige Stelle auf dieser Strecke ist die Moosrutsche, bei Niedrigwasser Ende der Woche war sie jetzt allerdings sehr schrabbelig.

Moosrutsche

Moosrutsche

Wir hatten eine tolle Woche an der Salza bei super Wetter und schönen Wasserständen.Mit Frank, Martin und Steffen hat das Paddeln auch sehr viel Spass gebracht. Frank, alias rollmops ;O)) hat sich gleich beim wildwasserboard angemeldet. Ich hoffe wir sehn uns mal im Winter bei einer “Schwarzwald-Aktion” oder vielleicht nächstes Jahr mal bei einem gemeinsamen Paddel-Event.

Ansonst taugt die Salza durchaus als ruhigere Alternative zur Soca. Wir waren jedenfalls die meiste Zeit in dieser Woche allein auf dem Fluss.

...mmmmhhhhh

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