Category: Wanderpaddeln

Tour de Loire 2009

Von Wooly, 9. März 2010 18:20

Loire 2009

Nachdem unsere Alliertour 2006 etwas im Wasser gelandet war, hatte sich die Familie Thiel/Nufer Rache geschworen und 2008 eine Tour auf Allier & Loire gemacht, die uns mit den französischen Wanderflüssen und dem Wetter versöhnte und Lust machte auf mehr, und da auch meiner Frau die “belebtere” Loire um einiges besser gefallen hatte als der einsame Allier, starteten wir 2009 in dem Ort, in dem wir im Vorjahr aufgehört hatten, in Charite sur Loire.

Fahren wollten wir ca. 2-3 Wochen, je nach Wetter und Laune, ohne einen bestimmten Zielort. Aus der Erfahrung der letzten Jahre hatten wir uns ausserdem vorgenommen, mehr Pausen zu machen und nicht jeden Tag zwanghaft weiter zu ziehen, auch um den Auf/Abbaustress etwas zu minimieren.

Loire 2009

Unsere eh schon umfangreiche Expeditionsausrüstung wurde noch einmal perfektioniert, für die Tour im Vorjahr hatte ich auf Ebay schon ein neues Zelt ersteigert, ein Jack Wolfskin Flexibility RT, irgendwo muss man die ganze Ausrüstung ja incl. zwei Erwachsener & zwei Kinder ja hin … Dazu noch eine neue Tarpstange, eine zweite Aluklappkiste, um diesmal auch meine gesamte Gewürzsammlung mitzunehmen, und noch mehr Töpfe, Pfannen & Kocher, incl. Proviant, um auch für die ausgedehntesten Sandbankabenteuer gerüstet zu sein.

Jutta perfektionierte mit ihrem Bruder (seines Zeichens praktischerweise Apotheker) unsere Reiseapotheke, dafür strichen wir dann die Klamotten zusammen (die Kinder sind eh IMMER dreckig auf einer Bootstour, und es gibt ja in der Not auf jedem größeren Campingplatz Waschmaschinen) und liessen den Hund zuhause, um alles Gepäck & die Besatzung trotzdem noch ins Boot zu bekommen .. ;-)

Um nicht immer die Hälfte zu vergessen, habe ich mir inzwischen eine Packliste für Wanderfahrten gemacht, wer sie haben will kann die aktuelle Version hier herunterladen

Loire 2009

Dazu kamen ausserdem noch einmal ein Schwung Packsäcke, um auch wirklich alles wasserdicht zu verpacken, irgendwie steckte mir die Regentour 2006 immer noch in den Knochen. Beim örtlichen Wander/Kletter/Outdoorladen meines Vertrauens, Bergsport Kolb in Kuppenheim, ergatterte ich einige No-Name Säcke, teilweise mit Sichtfenster und aus sehr dicker LKW Plane, die um einiges robuster waren als unsere normalen Ortlieb Säcke, und dazu noch um einiges billiger, was will man mehr.

Auf ein Probepacken verzichteten wir wie immer, da das Ganze mit Proviant etc. ja eh immer noch einmal ganz anders aussieht, aber über den Daumen gepeilt sah der immer größer werdende Berg im Wohnzimmer noch gut aus … ausserdem passte alles zum Schluß in unseren Passat Kombi … immer ein gutes Zeichen, das schließlich alles mit ein wenig Canadier-Tetris auch ins Boot geht …

Loire 2009

Trotzdem erregten wir auf Campingplätzen & Sandbänken immer wieder Aufsehen ob der schieren Masse an Ausrüstung, die wir aus/in das Boot packten, aber wenn man schon einen großen Familiencanadier hat und keine Angst vor dem Tragen, dann spricht doch nichts gegen ein wenig Luxus.

Während andere Paddler ihre Gefrietrockenplörre aufgossen, zischte bei uns die Espressokanne auf dem Benzinkocher, während auf dem Gaskocher bereits die heisse Milch geschäumt wurde, und für einen Schluck Caramelsirup für einen süßen Start in den Tag war auch gesorgt, während andere sich drei Wochen von Tütensuppen und altem Baguette ernährten, hatten wir alles dabei, um uns kulinarisch dem Ferienland Frankreich angemessen auch über mehrtägige Sandbankaufenthalte zu bringen.

Die Reisebibliothek war ebenfalls gut gefüllt, die Photoausrüstung komplett, Tarp/Zeltstangen etc. dabei um jeden Abend ein nettes Heim für meine Familie zu errichten, und nachdem wir die Tour diesmal genauer geplant, die Campingplätze durchtelefoniert, das Ganze mit Google Earth schon mal vorbesichtigt und nach viel Packerei schließlich auch alles irgendwie im/auf dem Auto verstaut hatten, konnte es am Dienstag, dem 11.08.2009 dann endlich losgehen …

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Koid is’s, …

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Von C-Nutzer, 11. Januar 2009 21:41

… saukoid sogar!

Eigntlich hatten wir es schon abgehakt und unsere Entscheidung von gestern bereut. Wir wollten Samstag ins Holz und am Sonntag paddeln gehen. Samstag hatten wir top Wetter und das Holz wollte trotz einigen Grad minus sogar kurzärmlig gehackt werden, Sonntag war es kalt und hochnebelig, da kam so gar keine Lust auf Paddeln auf.

Gerade am Hadern was wir mit dem angebrochenen Nachmittag tun sollten kam plötzlich die Sonne raus. Auf die Webcam von Kelheim geschaut, dort auch Sonne, dann noch 5 Minuten vor der Kälte gedrückt und los.

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Ein Fest für die Sinne … der Allier

Von Raphael, 8. August 2007 10:17

Wieder einmal durfte ich die vergangene Woche einen meiner absoluten Wanderpaddelflüsse befahren – den Allier. Ausgangspunkt war Varennes – Endpunkt Charite s. Loire. Sehr zu meiner Freude spielte auch noch das Wetter mit – wir hatten eine Woche SONNE !!!

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Erstbefahrung am Ognon

Von Raphael, 8. August 2007 09:52

Nachdem wir den Ognon auf der Strecke zwischen Les Aynans und Beaumotte inzwischen wie unsere Westentasche kennen, stand uns der Sinn nach größeren Taten. Die restlichen 100km bis zur Mündung hatten unsere Neugier geweckt, zumal die Angaben aus dem DKV-Führer sehr dürftig waren und auch sonst so gut wie kein Material zu beschaffen war, mit Ausnahme einer privaten französichen Seite

Guckst Du!Die Bilder aus Google Earth und auch ein Blick auf die Landkarte versprachen gepflegtes Paddelvergnügen. Vor zehn Tagen gelang uns nun der Durchbruch :-) Die letzte Etappe zwichen Marnay und Broye kurz vor der Mündung wurde gepaddelt. Die Jahre zuvor hatten wir uns immer wieder in kleinen Schritten nach unten gearbeitet. Ognon bei Marnay

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Ruhig, einsam, erholsam

Von stefi, 30. Juli 2007 18:47

Aus Langeweile kauft man sich an einem Bahnhof auf der Reise nach Polen ein Kanu Magazin. Zufälligerweise liest Fabian darin einen Artikel über die Mecklenburgische Seenplatte. Natürlich hatte ich den Vorschlag auch schon Mal gemacht, aber man wollte ja nach Polen. Spontan entscheiden wir uns dann doch zum netten Herrn Rutz an die Uecker zu fahren und dort Kanus zu mieten.

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Wenn Paddler in die Röhre schauen…

Von Raphael, 2. Mai 2007 19:34

Röhre
Wenn Paddler in die Röhre schauen, muss das nicht unbedingt am Fluss selber liegen. Im vorliegenden Fall liegt und lag das einzig und allein daran, dass quer über den Fluss eine Behelfstrasse für Baufahrzeuge gebaut wurde – quick and dirty – mittels großer Röhren :-) )
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Eine Woche Allier von Billy bis Apremont

Von Wooly, 30. August 2006 09:40

so nun denn …. hier der offizielle Expeditionsbericht Allier 2006 …

Ich wollte ausziehen, meiner Familie den schönen Allier zu zeigen …. sonnige Sandbänke, einsame Landschaften, wunderbar faules französisches Landleben, Bar du Ponts mit Biere a Pression und Pastis, Mittagssiesta, 2000 Käsesorten, Vin Rouge ordinaire und Lagerfeuer in warmen Sommernächten …. so sollte es sein, und so war es auch immer gewesen, warum sollte mir nicht auch diesmal die Wettergötter hold sein ?
Um meine Familie wohl den Fluss hinunter zu geleiten, rüstete ich meine Campingausrüstung zur schieren Perfektion auf, ob Klappspaten, perfekte Kocheraustattung bis farblich abgestimmte Packsäcke, alles war bereit. Zelt war klar, Proviant gebunkert, alle Führer noch einmal gewälzt, neuste Infos aus dem Internet gezogen … alles war bereit für den ultimativen Familienpaddelwohlfühlurlaub …. wenn da nicht …

… das Wetter war scheisse !! Tiefe Tiefs zogen in Wellen über das Massiv Central, ein Donnerwetter jagte das Nächste, aber es ist ja noch eine Woche und die Wettergötter waren ja immer … diesmal nicht, einen Tag vor Abfahrt beschlossen wir, erst einmal an die Cote D´Azur zu fahren, den einzigen Ort wo in Frankreich die Sonne schien, und von da aus darauf zu lauern, wann das schöne Wetter auch wieder in Restfrankreich einziehen wollte … wir hatten ja schliesslich August !!!

Gesagt getan, nach eine duchgebretterten Nacht mit 20000 Peage Stationen kamen wir etwas derangiert in Cavallaire (Nähe St.Tropez) an, um uns erst einmal in die warmen Arme des provenzalischen Strandlebens zu werfen … wie ca. 2,5 Millionen andere Touristen. Nach ein paar Tagen des französischen Wohllebens zupfte uns langsam der Paddelvirus immer stärker am Bein, allerdings war in Restfrankreich immer noch tiefster Herbst, also wühlte ich mich in der Verzweiflung tief durch meine DKV Führer, um schliesslich tatsächlich einen Fluss zu finden, der bei uns in der Nähe war und auch mit Kanadier paddelbar. Der ARGENS fliesst an le Muy vorbei und mündet bei Frejus ins Mittelmeer, schien ein schöner Wanderfluss zu sein. Also vorbeigefahren, schön sah er ja schon mal aus, und bald hatten wir auch noch einen netten französischen Bootsverleiher gefunden, der uns und unser Boot gegen ein kleines Entgeld mit zurücknehmen wollte, so das auch das Problem mit dem Auto umsetzen gelöst war.
In früher Früh ging es am nächsten Tag auf, und kurz nach neun Uhr morgens liessen wir den Champlain zu Wasser, um endlich mal das Paddel zu schwingen und dem Trubel der Cote D´Azur zu entkommen. Schon am Einstieg boot der Argens wunderschöne Ausblicke, und bald hatten uns seine grünen Ufer geschluckt, und es wurde tatsächlich ruhig und still um uns, nur noch die Paddelschläge, das Rufen der vielen Wasservögel und die lauten Begeisterungsschreihe unseres Sohnes, der sich alle 5 Minuten vor Glück versuchte aus dem Boot zu werfen hallten über die Wasserfläche.

Einstieg Argens

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